Nach Jahren voller Schmerzen zurück zu neuer Lebensqualität

„Ich hätte die Operation rückblickend viel früher machen lassen.“

Fünf Jahre lang bestimmten Schmerzen zunehmend den Alltag von Klaus Wilm. Was zunächst nur bei Belastung spürbar war, entwickelte sich mit der Zeit zu dauerhaften Beschwerden. Spaziergänge wurden kürzer, sportliche Aktivitäten waren kaum noch möglich und zuletzt machten ihm die Schmerzen sogar nachts zu schaffen.

Nur wenige Monate nach einer Knieprothesen-Operation in der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie am Hospital zum Heiligen Geist, sieht sein Alltag wieder ganz anders aus. 

Im Gespräch berichtet Klaus Wilm von seinem Weg zurück zu mehr Beweglichkeit und Lebensqualität.

Herr Wilm, wie haben sich Ihre Beschwerden entwickelt?

Ich hatte etwa fünf Jahre lang zunehmende Schmerzen im Knie. Anfangs ging es noch, aber mit der Zeit wurde es immer schlimmer. Zum Schluss waren die Schmerzen kaum noch auszuhalten und haben mich sogar nachts wachgehalten.

Wie hat sich das auf Ihren Alltag ausgewirkt?

Sehr stark. Ich war immer ein aktiver Mensch. Früher habe ich Fußball gespielt, bin Ski gefahren, war viel wandern und als Förster und Jäger oft stundenlang im Wald unterwegs. All das wurde zunehmend schwieriger oder war gar nicht mehr möglich.

Haben Sie zunächst andere Behandlungsmöglichkeiten ausprobiert?

Ja, natürlich. Ich habe einiges versucht – Osteopathie, Knorpelregeneration, Bandagen und andere Maßnahmen. Aber nichts hat dauerhaft geholfen.

Wie sind Sie schließlich zur Klinik gekommen?

Nach einem Gespräch mit meiner Tochter, die schon länger auf mich eingeredet hatte und mich von einer Operation überzeugen wollte, habe ich schließlich einen Termin bei Dr. Forer vereinbart.

Wann konnten Sie wieder aufstehen?

Bereits am ersten Tag nach der Operation wurde mit der Mobilisation begonnen. Mein operiertes Bein kam auf eine Bewegungsschiene mit deren Hilfe das Knie vorsichtig bewegt wurde. Am zweiten Tag habe ich mit Gehstützen die ersten Schritte gemacht. Danach wurde der Bewegungsradius täglich erweitert. Die Physiotherapie hat dabei auch darauf geachtet, dass ich mir meine vorherige Schonhaltung wieder abgewöhne. Die frühe und intensive Mobilisation erwies sich neben den Heparinspritzen als Schlüssel zur Thromboseprophylaxe. So konnte auf das in vielen Kliniken immer noch obligatorische Tragen von oft lästigen medizinischen Kompressionsstrümpfen verzichtet werden. Am fünften Tag nach der Operation konnte ich entlassen werden.

Wie ging es nach der Entlassung weiter?

An die Krankenhausbehandlung schloss sich eine vierwöchige Reha an. Als ich die Reha beendet hatte, konnte ich Treppen bereits wieder im Wechselschritt nach oben gehen. Nach etwa zwei Monaten waren die eigentlichen Knieschmerzen verschwunden. Nur die Muskulatur und die Sehnen mussten sich noch an die neue Situation gewöhnen. Nach drei Monaten war praktisch wieder alles möglich.

Wie geht es Ihnen heute?

Ich würde sagen, zu 90 Prozent ist alles wieder wie früher. Die restlichen zehn Prozent betreffen Kleinigkeiten, zum Beispiel Reflexe beim Stolpern. Aber meine Lebensqualität ist vollständig zurück. Ich kann wieder stundenlang unterwegs sein, im Wald arbeiten und Holz machen. Am meisten freue ich mich auf den nächsten Skiwinter. Wenn mich heute jemand fragt, ob ich noch Schmerzen habe, antworte ich scherzhaft: „Was ist das?“

Würden Sie die Operation wieder machen lassen?

Auf jeden Fall. Wenn mir früher bewusst geworden wäre, dass die Beschwerden auf eine alte Verletzung bei einem Skiunfall in meiner Jugend zurückgehen und keine Chance auf eine Regeneration des mittlerweile völlig fehlenden Knorpels mehr besteht, hätte ich mich deutlich eher für die Operation entschieden.

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