Antibiotic Stewardship

Die wachsende Resistenzrate gegenüber Antibiotika-Therapien ist weltweit ein ernstzunehmendes Problem. Um der Lage gewachsen zu sein, ist ein Umdenken gefordert, denn der flächendeckend unsachgemäße Umgang mit Antibiotika ist Teil des Problems. Verantwortungsbewusstes und sachkundiges Handeln ist daher gefordert. In Kooperation mit dem Krankenhaus Nordwest etabliert das Hospital zum Heiligen Geist aus diesem Grund das Antibiotic-Stewardship-Programm (ABS).

ABS-Programm startet in der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Im Rahmen des im Krankenhaus Nordwest bereits angelaufenen Pilotprojektes startet die Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie im Hospital zum Heiligen Geist als erste Klinik des Hauses das Antibiotic-Stewardship-Program (ABS). Die Überprüfung der laufenden Therapien, Festlegung der Dauer zur Vermeidung einer „Übertherapie“, die richtige Auswahl der Substanzen in Anlehnung an die Leitlinien, die Neuordnung der perioperativen Prophylaxe sowie eine Verbrauchs-Surveillance sind einige der Maßnahmen, die im Rahmen des Programms eingeführt und überwacht werden. Zudem wird bei Ausdehnung des Programms auf das gesamte Hospital ein infektiologischer Konsildienst entstehen, der den Mitarbeitern bei der Auswahl der korrekten Therapie hilft. Diese Art der konsiliarischen Tätigkeit ist im europäischen Ausland teilweise schon fest etabliert, in Deutschland jedoch noch Neuland. Im Bereich der Endoprothetik hat sie jedoch, insbesondere bei septischen Wechseloperationen, bereits seit Jahren eine feste Verankerung im Rahmen der Kooperation mit dem Zentralinstitut für Labormedizin, Mikrobiologie und Krankenhaushygiene im Krankenhaus Nordwest.

 

Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie

Chefarzt

Dr. med. Thomas Forer

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Fax(069) 2196 - 2068
E-Mailanastasi.carmela(at)hohg(dot)de