Krankenhaushygiene, nosokomiale Infektionssurveillance und infektiologische Beratung

Das Institut für Labormedizin, Mikrobiologie und Krankenhaushygiene übernimmt wichtige Aufgaben bei der Beratung und Betreuung der klinisch tätigen Kollegen in infektiologischen, infektionspräventiven und antibiotisch-therapeutischen Fragen.

Hygienehinweise

Krankenhaushygiene: Schlüsselfunktion in der Infektionprävention

Die vielfältigen Fragen und Probleme der Prävention, Epidemiologie und Diagnostik von Infektionskrankheiten sowie der verantwortungsvolle Einsatz von Antiinfektiva stehen im Blickpunkt eines modernen Krankenhausmanagements. Das Zentralinstitut für Labormedizin, Mikrobiologie und Krankenhaushygiene übernimmt dabei wichtige diagnostische und konsiliarische Aufgaben bei der Betreuung und Beratung der klinisch tätigen Kollegen in infektiologischen, infektionspräventiven und antibiotisch-therapeutischen Fragen.

In enger Zusammenarbeit mit den Hygienefachkräften und dem beratenden Krankenhaushygieniker kommt dem Institut zudem eine Schlüsselfunktion in der Prävention von nosokomialen Infektionen sowie in der angewandten krankenhaushygienischen Versorgung des Krankenhauses zu. Im Rahmen der Infektionssurveillance erstellt das Zentrallabor abteilungsbezogene Erreger- und antibiotische Resistenzstatistiken für das Krankenhaus Nordwest und das Hospital zum Heiligen Geist. Der Leiter des Zentralinstituts Prof. Dr. med. Klaus-Peter Hunfeld, MPH ist zudem Hygieneverantwortlicher Arzt des Krankenhauses Nordwest sowie des Hospitals zum Heiligen Geist und besitzt die Zusatzbezeichnung Krankenhaushygiene.

Antibiotic Stewartship (ABS) Programm

Der Bereich Krankenhaushygiene koordiniert zudem mit der Apotheke des Krankenhauses Nordwest und den klinischen Fachdisziplinen das Antibiotic Stewartship (ABS) Programm des Krankenhauses Nordwest und des Hospitals zum Heiligen Geist. ABS-Programme sind inzwischen ein unverzichtbarer Bestandteil zur Eindämmung der sich ausbreitenden Resistenzen von bakteriellen Mikroorganismen gegen Antibiotika innerhalb und außerhalb des Krankenhauses. Hierfür implementiert das ABS-Team verbindliche Hausleitlinien zur Therapie der wichtigsten Infektionskrankheiten und versucht sowohl den Antibiotikaverbrauch insgesamt, als auch speziell den Einsatz von Reserveantibiotika durch Fortbildung, spezielle Verordnungssysteme und infektiologische Konsiliardienste zu optimieren und so gering wie möglich zu halten. ABS-Systeme erhöhen anerkanntermaßen die Therapiesicherheit bei Patienten mit Infektionserkrankungen, senken den Antibiotikaverbrauch und tragen erheblich zur Prävention multiresistenter Erreger und nosokomialer Infektionen bei.

Gemeinsam stark gegen Infektionen

Chefarzt

Chefarzt

Prof. Dr. med. Klaus-Peter Hunfeld, MPH