Senkungsbeschwerden

Blasenschwäche und Inkontinenz

Menschen mit Inkontinenz können ihren Urin, oder seltener ihren Stuhl, nicht mehr kontrolliert zurückhalten. Man spricht dann von Harn- beziehungsweise Stuhlinkontinenz. Umgangssprachlich wird das Symptom Harninkontinenz auch als „Blasenschwäche“ bezeichnet. Allerdings ist die Blase nicht in jedem Fall Ursache. Gründe für eine Blasenschwäche können Operationen und Unfälle, ein Blasenvorfall (Vorwölbung der Harnblase), neurologische Erkrankungen, chronische Harnwegsinfekte, Diabetes und psychische Erkrankungen sein.

Symptome

Es gibt fünf unterschiedliche Formen von Harninkontinenz mit folgenden Symptomen:

  • Belastungsinkontinenz: durch erhöhten Druck im Bauchraum bei Husten, Lachen, Niesen oder auch dem Anheben und Tragen von schweren Gegenständen
  • Dranginkontinenz: häufig auftretender Harndrang, obwohl die Blase gar nicht voll ist
  • Reflexinkontinenz: Patienten spüren nicht, wenn die Blase voll ist, es kommt zu spontanen aber oft unvollständigen Blasenentleerungen
  • Überlaufinkontinenz: bei voller Blase fließen ständig kleine Mengen Urin ab
  • Extraurethrale Harninkontinenz: Urin fließt über eine eine Fistel, ein „unnatürliches“ Verbindungskanälchen, zwischen Blase und beispielsweise Scheide oder Darm ab.

Diagnose und Therapie

Da es sehr viele unterschiedliche Formen und Ursachen für Harn- und Stuhlinkontinenz gibt, wird der Arzt zunächst herausfinden, unter welchem speziellen Fall ein Patient leidet. Entsprechend vielfältig sind die Therapien. Die Therapie muss entsprechend den Ursachen und Formen der Inkontinenz und der jeweiligen Lebenssituation des Patienten angepasst sein. Häufig kann den Betroffenen geholfen werden.

Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Chefarzt

Dr. med. Egon Lieb

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