Angststörungen

Prinzipiell ist Angst eine natürliche Reaktion auf Gefahr. In einem gesunden Maß sichert die Angst unser Überleben, indem sie uns vor Bedrohung zurückschrecken lässt. Im Unterschied zur gesunden Angst, ist sie bei Angsstörungen krankhaft übersteigert und beeinträchtigt das Leben der Betroffenen in erheblichem Maß.

Angststörungen sind vielfältig

Angststörungen zählen zu den häufigsten psychischen Störungen. Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens an einer Angststörung zu erkranken, liegt zwischen unteren zweistelligen Prozentbereich.

Es gibt verschiedene Arten von Angststörungen, die sowohl alleine, als auch in Kombination auftreten können. Es werden drei Formen phobischer Störungen unterschieden: die soziale Phobie, die Agoraphobie und die spezifischen Phobien:

  • Tier-Typus (z.B. die Angst vor Schlange, Spinnen etc.)
  • Umwelt-Typus (z.B. Höhenangst)
  • Situativer Typus (z.B. Angst vor dem Fliegen)
  • Anderer Typus (z.B. Angst vor Erbrechen)

Symptome

Mögliche Symptome aus dem Bauch- und Brustkorbbereich sind:

  • Atembeschwerden
  • Beklemmungsgefühl
  • Brustkorbschmerzen oder -missempfindungen
  • Übelkeit und Unwohlsein in der Bauchregion

Typische psychische Symptome sind:

  • Gefühle von Schwindel, Unsicherheit, Schwäche oder Benommenheit
  • das Gefühl, die Objekte seien unwirklich oder man selbst weit entfernt und nicht wirklich da (Derealisation und Depersonalisation)
  • die Angst vor Kontrollverlust, Angst, verrückt zu werden oder auszuflippen
  • die Angst zu sterben

Zudem treten häufig vegetative Symptome wie Herzklopfen, Schweißausbrüche, Zittern oder Mundtrockenheit in den Situationen auf, die Angst bereiten.

Behandlung

Angststörungen werden in der Regel mit Hilfe von Psychotherapie und Medikamenten behandelt. Für die Behandlung der spezifischen Phobie empfehlen Experten ausschließlich die Psychotherapie, da es keinen Nachweis für die Wirksamkeit von Medikamenten gibt.  Als Methode der Wahl gilt die Expositionstherapie, welche im Rahmen einer kognitiven Verhaltenstherapie durchgeführt wird.

Für die Behandlung von spezifischen Phobien reicht oft eine ambulante Behandlung aus. Liegen keine weiteren psychischen Störungen vor, können bereits wenige Therapiesitzungen ausreichen, um die Phobien zu überwinden.

Chefarzt der Klinik für Psychosomatik

Chefarzt

Dr. med. Wolfgang Merkle

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