Thrombose

Bei einer Thrombose wird ein Blutgefäß des Körpers durch ein Blutgerinnsel entweder vollständig oder zum Teil verschlossen. Das stört den Blutfluss. Wenn das Blutgerinnsel in einer Extremität relativ körperfern (distal) entsteht und von dort zum Körper hin (nach proximal) wächst, spricht man von einer Typ-1-Thrombose. Eine proximales Gerinnsel, das nach distal wächst, ist dagegen eine Typ-2-Thrombose. Außerdem unterscheidet man oberflächliche von tiefen Thrombosen. Je nachdem, wo sich das betroffene Gefäß befindet und welche Aufgabe es erfüllt, kann das unterschiedliche Beschwerden nach sich ziehen. Thrombosen können in allen Körperteilen auftreten und unterschiedliche Folgen haben. Am häufigsten sind Beinvenenthrombosen.

Gefäßverstopfung durch Gerinnsel

Symptome

Typische Anzeichen sind Schwellung und Überwärmung der Stelle, an der die Thrombose auftritt. Oberflächliche Venen können bläulich hervortreten und es kann zu großflächigen rötlich-lilafarbenen Verfärbungen der Haut kommen. Typisch sind auch Druck- und Bewegungsschmerzen.

Auch im Auge kann es zu einem Gefäßverschluss kommen – sowohl in einer Vene als auch in einer Arterie. Die venösen Gefäßverschlüsse führen zu einem schleichenden Sehverlust, entweder im  gesamten Blickfeld oder nur in einem Teilbereich.

Diagnose und Therapie

Einige typische Anzeichen kann der Arzt schon bei der körperlichen Untersuchung feststellen. Darüber hinaus kann eine Ultraschall-Untersuchung den Verschluss von Venen bildlich darstellen. Generell gilt: Eine oberflächliche Thrombose zeichnet sich durch stärkere Beschwerden aus und ist daher oft leichter diagnostizierbar als ein Gefäßverschluss in tieferliegenden Venen (Phlebothrombose). Ein viel genutztes Untersuchungsverfahren in der Gefäßmedizin ist die Computertomografie (CT). Bei diesem Verfahren wird der Körper des Patienten mittels Röntgenstrahlen virtuell in Scheiben geschnitten. Aufgrund der hohen Bilderdichte lassen sich auch Gefäße und Organe darstellen. Das Blut kann auf Abbauprodukte von Blutgerinnseln – sogenannten D-Dimeren -  untersucht werden.

Die Akuttherapie einer Thrombose zielt darauf ab, Komplikationen und Folgen einer Thrombose zu verhindern – vor allem eine Lungenembolie. Außerdem will man vermeiden, dass das Blutgerinnsel wächst. Dazu wird dem Patienten umgehend ein Mittel gespritzt, das die Blutgerinnung verlangsamt. Die weitere Therapie muss dann individuell auf die Situation des Patienten angepasst werden.

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