Lungenkrebs

Von Lungenkrebs, oder auch einem Lungenkarzinom, spricht man, wenn innerhalb des Lungengewebes selbst bösartige Neubildungen (maligne Tumoren) entstehen. Sind Tumoren in der Lunge dagegen Tochtergeschwülste von Krebs in anderen Organen, nennt man sie Lungenmetastasen. Weil man Lungenkrebs nur selten heilen kann, ist er jedes Jahr für die meisten Krebstoten verantwortlich. Der Grund für ein Lungenkarzinom ist ein unkontrolliertes Wachstum bestimmter Zellen. Weil natürliche Kontrollmechanismen des Körpers ausfallen, können sich diese Zellen ungehindert und viel zu schnell vermehren. Dadurch verdrängen sie zunehmend gesundes Lungengewebe. Zudem können sich die krankhaften Zellen über Blut – und Lymphbahnen verbreiten und andere Organe befallen.

Kleinzelliges Bronchialkarzinom (SCLC)

Das kleinzellige Bronchialkarzinom wächst sehr schnell und kann zu besonderen Symptomen führen.

Nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom (NSCLC)

Die nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinome sind häufiger als die kleinzelligen und haben eine bessere Prognose.

Diagnose und Therapie

Der Ablauf vom Verdacht bis zum Beweis eines Bronchialkarzinoms verläuft in mehreren Schritten:

Zu den bildgebenden Verfahren gehören die Computertomografie von Brustkorb und Bauchraum, Magnetresonanztomografie (MRT) des Schädels und eine Untersuchung des Knochenstoffwechsels. Danach folgt ein PET-CT (Positronen-Emissions-Tomografie) in Kombination mit MRT des Schädels. Bei der Bronchoskopie kann wird Gewebe entnommen, um eine feingewebliche Untersuchung vornzunehmen. Damit kann festgestellt werden, um welchen Tumortypen es sich handelt. Es folgen noch Belastungstests und Belastungsuntersuchungen.

  • Beim Nicht-Kleinzelligen Lungenkarzinom wird operiert, wenn es nicht metastasiert ist, ansonsten wird es mit einer Chemotherapie und/oder Strahlentherapie behandelt.
  • Das Kleinzellige Lungenkarzinom wächst aggressiver und führt häufiger zu Metastasen. Therapiebasis ist daher die Chemotherapie, wobei Frühstadien danach auch operiert werden können.

Symptome

Wenn ein Tumor in ein Organ oder Gewebe einwächst, spricht man von einem infiltrativen Wachstum. Bei Lungenkrebs entsteht der Tumor im Lungengewebe und wächst häufig in die Luftwege der Lunge (Bronchien, Bronchiolen) ein. Dem Ort des Geschehens entsprechend, zeigen sich im Laufe der Erkrankung oft typische Anzeichen.

Lungenkrebs führt dann zu:

  • langwierigen Hustenattacken (länger als drei Wochen dauernden). Diese klingen auch durch eine Behandlung mit Medikamenten wie Antibiotika kaum oder gar nicht ab.
  • Lungenentzündungen (Pneumonien), die nicht auf die Behandlung ansprechen. Sie können bei Menschen über 40 Jahren ein Lungenkrebs-Anzeichen sein.
  • Blutbeimengungen im Auswurf (Hämoptysen). Dies ist meist ein spätes Anzeichen für Lungenkrebs.
  • Atemnot (Dyspnoe)

Operationsmöglichkeiten

  • Entfernung eines Lungenlappens (Lobektomie)
  • Entfernung von zwei Lungenlappen (Bilobektomie)
  • Entfernung eines Lungenflügels (Pneumonektomie)
  • Auch Entfernung von Rippen oder Teilen des Zwerchfelles möglich

Dank unserer Expertise im Bereich der Minimal-Invasiven Chirurgie können viele dieser Operationen als minimalinvasive "Schlüsselloch-Operationen" schonend durchgeführt werden. Alle therapeutischen Maßnahmen erfolgen grundsätzlich in Absprache mit den behandelnden Pneumologen.

Chefarzt der Medizinischen Klinik

Chefarzt

Prof. Dr. med. Rainer Duchmann

Telefon
Fax (069) 2196 - 2469
E-Mail nicolai.blanche(at)hohg(dot)de

Lungenemphysem

Diagnose

Das Lungenemphysem ist eine irreversible Zerstörung der Lungenbläschen (Alveolen). Die Sauerstoffaufnahme der Lunge ist vermindert, so dass es zu einer stetig nachlassenden Lungenfunktion, Atemnot und verminderter Leistungsfähigkeit kommt.

Ursachen:

  • Zigarettenrauch
  • Silikate
  • Feinstaub
  • Chronische Entzündungen
  • Genetische Faktoren (Alpha-1-Antitrypsinmangel)

Therapie

Bei leichteren Formen:

  • Reduktion der inhalativen Giftstoffe
  • Inhalative Medikamente: Sprays 

Alle therapeutischen Maßnahmen erfolgen grundsätzlich in Absprache mit den behandelnden Pneumologen.


Chefärztin der Klinik für Thoraxchirurgie am Krankenhaus Nordwest

Dr. med. Veit
Chefärztin

Dr. med. Stefanie Veit

Telefon
Fax (069) 7601 - 4661
E-Mail diehl.sigrid(at)khnw(dot)de
veit.stefanie@khnw.de

Lungenentzündung

Eine Lungenentzündung (Pneumonie) ist eine Entzündung des Lungengewebes. Sie wird von Infektionserreger wie Viren oder Pilze – am häufigsten aber durch Bakterien verursacht. Seltener entsteht eine Pneumonie durch die Inhalation giftiger Stoffe oder durch eine Fehlregulation des Immunsystems. Fast die Hälfte aller Lungenentzündungen bei jungen Patienten wird auf die Bakterienart Streptococcus pneumoniae (Pneumokokken) zurückgeführt.

Symptome

Gerade noch gesund und plötzlich krank: Ein jäher Krankheitsbeginn ist typisch für eine Lungenentzündung. Anzeichen wie ein allgemeines Krankheitsgefühl und Schwäche zählen zu den ersten Beschwerden.

Weitere Symptome einer Lungenentzündung:

  • Fieber
  • Husten mit Auswurf (produktiver Husten) oder trockener Husten
  • Schüttelfrost
  • Atemnot (bei schwerer Lungenentzündung)

Diagnose und Therapie

Zur Diagnose der Lungenentzündung gehört das Abhören der Lunge mit dem Stethoskop. Bei einer Röntgenuntersuchung können Ausmaß und Lage der Entzündung ermittelt werden. Entzündete Stellen sind im Röntgenbild als Verschattung oder Verdichtung zu erkennen, die heller erscheinen, als ihre Umgebung. Um den Erreger der Lungenentzündung konkret nachweisen zu können, ist eine Spiegelung der Lunge (Bronchoskopie) erforderlich, da eine Laboranalyse des ausgehusteten Schleims meist zu ungenau ist. Eine Blutuntersuchung liefert ebenfalls Hinweise auf eine Entzündung. Bei einer bakteriellen Lungenentzündung ist die Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) stark erhöht.

Die Behandlung bei Lungenentzündung richtet sich nach der Ursache der Entzündung, dem Alter des Patienten und eventuell bestehenden Begleit- oder Vorerkrankungen. Sie umfasst medikamentöse und allgemeine Behandlungsmaßnahmen.

Chefarzt der Medizinischen Klinik

Chefarzt

Prof. Dr. med. Rainer Duchmann

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