Es werden ca.
2.500 operative Eingriffe jährlich durchgeführt.
Die operativen Schwerpunkte der Frauenklinik sind die operative und medikamentöse Behandlung des Mammacarcinoms einschließlich brustwiederher- stellender Operationsverfahren. Inkontinenzoperationen mit Funktionswiederherstellung. Dies beinhaltet plastische Operationen des Blasen- und Beckenbodens ggf. ergänzt durch ein TVT-Band (tension-free-vaginal-tape) evtl. ergänzt mit Netzimplantaten.
Alle gängigen gynäkologischen Eingriffe werden vorgenommen, wobei dem vaginalen Weg bei der Hysterektomie der Vorzug gegeben wird.
Einen besonders hohen Stellenwert haben die endoskopischen Operationen in der Abteilung. Laparoskopien, Hysteroskopien.
Radikale Carcinomoperationen werden entsprechend aktuellen onkologischen Leitlinien an den Adnexen, am Uterus und an der Vulva einschließlich radikaler Lymphonodektomie durchgeführt.
Deutlichen Vorrang hat bei Operationen an der Brust die erhaltende Therapie. Zur Diagnosesicherung wird, bevorzugt
die Stanzbiopsie in Lokalanästhesie angewandt. Falls dennoch eine Brustentfernung zur Verbesserung der Heilungsaussicht erforderlich sein sollte werden brustwiederherstellende Operationen mit Implantaten oder Eigengewebe angewandt.
Die Zahl der Geburten liegt bei etwas über 900 jährlich.
In der Geburtshilfe steht die individuelle Betreuung an erster Stelle unter Anwendung hoher Sicherheitskriterien. Standard ist die Sonographie incl. Fetometrie und Duplexuntersuchung der Arteria umbilicalis, der Arteria cerebri media, ggf. der Aorta und der Arteriae uterinae. Mikroblutuntersuchungen ergänzen bei entsprechender Indikationsstellung die Entscheidungshilfe. Obligat ist die postpartale Bestimmung des pH-Wertes aus der Nabelschnurarterie und der -vene. Zur Geburtserleichterung werden alle gängigen Analgesieverfahren wie PDA, Spinalanästhesie, Pudendus- oder Lokalanästhesie sowie Akupunktur und bei Bedarf auch Opiate eingesetzt.
Die Kaiserschnittfrequenz liegt bei ca. 23%. Die Modifikation nach Misgav-Ladach wird durchgeführt.
Vaginal-operativ sind Vakuumextraktion und Forcepsentbindung, sowie die vaginale Entwicklung der Beckenendlage eine Komplettierung der Möglichkeiten. Tägliche Visiten und zusätzliche Untersuchungen der Neugeborenen am 1. Tag nach der Geburt durch einen Neonatologen werden durchgeführt.